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Königin-Maud-Land ist ein von Norwegen beanspruchter Teil der Antarktis und umfasst einen großen Abschnitt der Ostantarktis. Der Anspruch besteht historisch, wird jedoch im Rahmen des Antarktisvertrags nicht ausgeweitet oder durchgesetzt, da das Vertragssystem die Antarktis der friedlichen Nutzung und Forschung widmet. In der Praxis zeigt sich die Nutzung vor allem durch wissenschaftliche Stationen, saisonale Kampagnen und internationale Kooperationen. Die Region ist großteils von Inlandeis bedeckt und nur punktuell eisfrei.
Das Landschaftsbild wird durch weite Eisschilde, Gebirgszüge und extrem kalte, trockene Bedingungen geprägt. Forschungsschwerpunkte liegen häufig auf Glaziologie, Atmosphärenmessungen, Geologie und Klimaarchiven, die aus Eisbohrkernen gewonnen werden können. Logistik ist besonders herausfordernd, weil Entfernungen groß sind und Wetterumschwünge schnell eintreten. Daher werden Transporte und Feldarbeiten eng geplant und sicherheitsorientiert durchgeführt.
Umweltschutzregeln gelten auch hier strikt, etwa bei Treibstofflagerung, Abfallmanagement und beim Bau temporärer Einrichtungen. Viele Aktivitäten sind darauf ausgerichtet, Daten langfristig zu sammeln, ohne empfindliche Gebiete unnötig zu belasten. Die Region ist zudem wichtig für das Verständnis des ostantarktischen Eisschilds und seiner Stabilität. Damit trägt Königin-Maud-Land wesentlich zur globalen Klimaforschung bei.