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Adélieland ist das von Frankreich beanspruchte Gebiet in der Antarktis und gehört historisch zu den französischen Antarktisansprüchen. Der Anspruch wird im internationalen Rahmen unterschiedlich bewertet, während der Antarktisvertrag die territoriale Situation einfriert. Praktisch stehen wissenschaftliche Nutzung, Logistik und Umweltschutz im Vordergrund. Die Region ist vor allem durch Forschungsaktivitäten und langfristige Beobachtungsprogramme bekannt.
Geografisch handelt es sich um einen Küstenabschnitt mit angrenzendem Inlandeis, der extreme Wetterbedingungen und starke Winde aufweist. Forschungsstationen und Feldteams untersuchen Klima, Eis, Ozean sowie biologische Prozesse, etwa in Küstennähe und auf vorgelagerten Inseln. Die Versorgung erfolgt saisonal und hängt stark von Eisbedingungen und Seetransporten ab. Dadurch sind Planung und Sicherheitsmanagement besonders wichtig.
Der Umweltschutz umfasst strenge Regeln zu Abfall, Energie, Bauvorhaben und dem Umgang mit Tierkolonien. Viele Maßnahmen zielen darauf ab, den Fußabdruck der Forschung zu minimieren und sensible Küstenökosysteme zu erhalten. Gleichzeitig liefert die Region Daten zur Entwicklung des antarktischen Eisschilds und zu Veränderungen im Südozean. Damit ist Adélieland ein wichtiger Baustein internationaler Polarforschung.